Ein Besuch an der „Waldquelle“ in Stepanzewo

Während einer Seminarreise mit Jana Haas besuchten wir auch das Sozialdorf in Stepanzewo.


Noch ist die Straße breit und asphaltiert, auf der unser Bus mit 50 Reiseteilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dahingleitet. Dann biegen wir ab, es wird holpriger, und bei jeder weiteren Abbiegung verengt sich das Sträßchen, wird zur Lehmpiste und schließlich zum aufgeweichten Waldweg mit tiefen Löchern, so dass wir sicherheitshalber ein Stück zu Fuß gehen – und dann sehen wir es: Farbige Häuschen leuchten zwischen Baumstämmen hervor, Kinder laufen über die Trampelpfade, Jugendliche sitzen in Grüppchen beisammen, einige singen, Waldluft umfächelt uns, Vogelgezwitscher: wir sind da!

„Lesnoj rodnik“ („Waldquelle“) heißt diese wohltuende Oase 40 km südlich von Jaroslawl. Hier wird ein Traum realisiert, der Traum vom heilsamen Ort für mehr als 300 Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Hier können sie sich gefahrlos frei bewegen, hier ist Raum für ein lebensfrohes Miteinander, für lernen, arbeiten, spielen, tanzen und feiern. Und ganz wichtig: hier darf Theater gespielt werden.

Über 300 Familien aus Jaroslawl und der weiteren Umgebung sind inzwischen Mitglieder des Vereins „Mit dem Gesicht zur Welt“ („Lizom k miru“), und es werden immer mehr. Dank der „Jana-Haas-Kinderhilfe“ konnte der Verein im vergangenen Jahr dieses ehemalige Pionierlager erwerben: ein 4 Hektar großes Wald- und Wiesengelände am steilen Ufer des Flüsschens Kotorosl, zwischen den hohen Bäumen locker bebaut mit Holzhütten und zwei gemauerten Häusern. Die Bauten stammen von 1970 und sind z.T. am Einstürzen. Eltern und freiwillige Helfer sind unentwegt am Bauen und Renovieren, so dass schon jetzt im Sommer 50 Personen untergebracht, betreut, bekocht und versorgt werden können – eine enorme Leistung. Denn: einfach ALLES müssen die Eltern selber machen und selber bezahlen: Wasser- und Stromleitungen, Abwasserkanäle, Wege usw. Im Winter kann „Lesnoj rodnik“ bis jetzt nicht bewohnt werden, aber in der übrigen Zeit wimmelt es von Leben. Oberstes Ziel ist es, den jungen Menschen jetzt und in Zukunft ein möglichst selbständiges, tätiges und erfülltes Leben zu ermöglichen. Bis heute liegt die ganze Last der Fürsorge nach dem 18. Geburtstag auf den Schultern der Eltern; denn der Staat hat keine andere Lösung anzubieten als die Heimunterbringung. Wohl jeder hat schon von den oft menschenunwürdigen Bedingungen in diesen Aufbewahrungsanstalten gehört. „Das wollen wir nicht. Also müssen wir die Zukunft unserer Kinder selbst gestalten“, sagt Natalja Shushnewa, die Begründerin von „Lizom k miru“.

Wir durften an der Lebensfreude der jungen Menschen teilhaben, wurden zärtlich und dankbar umarmt, geküsst und beschenkt und herzenswarm verabschiedet. Dass ein solches weit ausstrahlendes Projekt „am Staat vorbei“ möglich ist, erfüllt die Beteiligten mit Stolz, Dankbarkeit und dem Mut, weiter zu machen. Ohne die „Jana Haas Kinderhilfe“ allerdings gäbe es diesen heilenden Ort nicht. Und: er braucht auch weiterhin unsere Zuwendung, bis in Russland endlich eine humane Sozialpolitik etabliert ist. Das wird Jahre dauern, und deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung für dieses Leuchtturmprojekt, damit unsere gemeinsame Welt hell und immer heller werde.

Liebe Freunde, öffnen Sie Ihr Herz für dieses kleine Wunder! Noch ist es ein zartes Pflänzchen und braucht Pflege und Hilfe. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass daraus ein kraftvoller Baum wächst, der Früchte tragen und seine Samen in Russland verbreiten darf!

Spendenkonto bei der Sparkasse Bodensee
Jana Haas – Kinderhilfe in Russland e.V.
Konto-Nr.: 24 66 28 01 BLZ: 690 500 01
IBAN: DE79 6905 0001 00 24662801 SWIFT-BIC: SOLADES1KNZ

Auf dieser Webseite gibt es Filme über verschiedene spirituelle Themen von Jana Haas. Dieser Service ist kostenlos, wir möchten Sie jedoch um eine großzügige Spende für die dringend hilfebedürftigen Kinder in Russland bitten.

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